Wie man eine Käseplatte anrichtet

Das Anrichten einer Käseplatte ist wichtiger, als man glauben mag. Das Auge isst immer mit, daher sollte man die Bedeutung eines schön arrangierten Käsetellers nicht unterschätzen. Mit ein paar einfachen Tricks kann man seine Gäste mit einer zugleich schön anzusehenden als auch köstlichen Platte begeistern.

Fangen wir gleich mit den Grundlagen an – worauf serviert man Käse?

1. DIE UNTERLAGE

 

Die leuchtenden Farben des Käses kommen auf einem kunstvollen Holzbrett, einer Marmor- oder Steinplatte noch besser zur Geltung. Sowohl die einzelnen Käsesorten als auch die Käseplatte an sich wirken edler.

 

2. AROMEN, TEXTUREN UND FARBEN DER KÄSESORTEN

 

Bei der Zusammenstellung einer Käseplatte sollte man unterschiedliche Käsesorten kombinieren. Es gibt viele verschiedene Aromen, Texturen (weiche, mittelharte und harte Käsesorten) und Farben (Weissschimmel, Blauschimmel, Rotkulturen und gelbe Käsesorten). Abwechslung auf der Käseplatte macht mehr Appetit garantiert interessante neue Geschmackskombinationen, sieht einfach schöner aus und regt die Konversation an.

 

3. DAS RICHTE ANRICHTEN

 

Man kann einige Käsesorten im Ganzen auflegen, mit einem Schneidemesser daneben. Andere Käsestücke kann man eventuell halbieren. Hartkäse kann man idealerweise komplett vorschneiden, zum Beispiel in Käsesticks oder -würfel.

 

3. FARBENFROHE bEILAGEN

 

Beilagen machen die Käseplatte erst zu einem wirklichen Vergnügen – hier kann man nämlich kreativ werden und mit verschiedenen Aromen, Texturen und Kombinationen experimentieren. Dadurch kann man der Käseplatte eine individuelle Note verleihen – je nach Anlass kann man sie schlicht halten mit wenigen Käsesorten und  etwas geräuchertem Schinken oder man kreiert das vollkommene Geschmackserlebnis.

 

 

Die Beilagen kann man entweder direkt auf der Käseplatte anbieten oder in kleinen Schüsseln. Richtig platziert können diese helfen, die Präsentation  weiter aufzuwerten.

 

  • Klassische Beilagen

 

Brot gibt es in vielen verschiedenen Formen und Variationen. Man sollte nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf die Farbe und die Textur achten. Wie wäre es zum Beispiel mit Sauerteigbrot, getoastetem Roggenbrot oder italienischem Weissbrot? Knuspriges Knäckebrot oder rustikale Kekse sind auch eine köstliche Ergänzung zum Käse.

 

  • Süsse Beilagen

 

Pflaumenchutney, Konfitüren, Feigen oder andere getrocknete Früchte, Nüsse und frische Beeren passen vor allem zu Blauschimmelkäse hervorragend, da sie die kräftigen Aromen des Käses ausgleichen.  

 

  • Herzhafte Beilagen

 

Immer beliebt ist eine Kombination aus handgemachtem Käse und geräucherten Fleischwaren – ein perfektes Duo. Wie wäre es mit Parmaschinken, Wurst, Chorizo oder Ähnlichem? Noch würziger wird es mit eingelegten Zwiebeln, Tomaten- oder Basilikumpesto oder Olivenpaste.

 

  • Letzte Feinheiten

 

Frische Kräuter sind eine einfache Möglichkeit, etwas mehr Frische und Leben auf eine Käseplatte zu bringen.

 

Vergiss nicht: Nicht alle Kleinigkeiten müssen selbstgemacht sein. Stilvolle Accessoires sind auch auf Märkten und in gut ausgestatteten Supermärkten zu finden.

 

4. WEIN ODER BIER ZUR KÄSEPLATTE SERVIEREN

 

Serviere Weisswein zum Käse, keinen Rotwein. Blauschimmelkäse harmoniert perfekt mit süssem Weisswein oder Portwein. Und ein Neuwelt-Chardonnay ist ein Wein, der zu den meisten Käsetellern hervorragend passt. Eine andere Möglichkeit ist es, Bier zum Käse zu servieren. Die Kohlensäure hat beim Genuss von Weichkäse einen reinigenden Effekt im Mund. Weissschimmelkäse passt gut zu hellem belgischen Bier, zum Beispiel Saison oder Triple. Zu Blauschimmelkäse kann man ein Glas Barley Wine oder Bockbier geniessen. Kräftige Hartkäsesorten schmecken in Begleitung von hopfigen Bieren wie z.B. einem IPA (Indian Pale Ale).

 

Damit hast Du sie – die perfekte Käseplatte für den herbstlichen Genuss.